Die Balti in Pakistan tragen 22–26 % tibetische Abstammung aus der Zeit des tibetischen Imperiums.
Die Studie sequenzierte 60 Genome aus Pakistan und Tadschikistan. Die Balti aus Baltistan haben 22,6–26 % tibetische Vorfahren. Ein einzelnes Vermischungsereignis wird auf 39–21 Generationen vor heute datiert, also nach der Eroberung Baltistans durch das tibetische Imperium. Sowohl tibetische Männer als auch Frauen waren an der Ausbreitung beteiligt, die männlich geprägt war. Die Balti übernahmen die tibetische Sprache und Kultur, aber der genetische Einfluss blieb gering.
Die Stichprobe umfasst 60 Genome von vier Populationen aus Pakistan und Tadschikistan. Auf der Website sind 3 Y-Chromosom-Proben (L-Y127424, L-A23354, L-FGC93944) und 3 mtDNA-Proben (T1a1, M5a2a, M3c2) von zwei Fundorten (SAMC013055, SAMC013075) verfügbar. Diese kleinen Stichproben zeigen die genetische Vielfalt der Region, reichen aber nicht für populationsweite Schlüsse.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass kulturelle Übernahme nicht zwingend mit starker genetischer Vermischung einhergeht. Die Balti sind ein Beispiel für dominanten kulturellen und geringen demischen Einfluss des tibetischen Imperiums.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| L-FGC93944 | 1 | |
| L-Y127424 | 1 | |
| L-A23354 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| SAMC013031 | L-FGC93944 | M3c2 | |
| SAMC013055 | L-A23354 | M5a2a | |
| SAMC013075 | L-Y127424 | T1a1 |