Acht Genome aus 4000 Jahren zeigen: Der Gelbe Fluss blieb genetisch verbunden.
Die Studie analysiert acht Individuen von vier Fundstätten im mittleren Gelben Fluss, datiert vom mittleren Neolithikum bis zur Tang-Dynastie. Trotz dieses langen Zeitraums deuten die genetischen und proteomischen Daten auf eine kontinuierliche Bevölkerungsverbindung entlang des Flusses hin. Die geringe Stichprobe erlaubt keine detaillierten Wanderungsmuster, zeigt aber eine bemerkenswerte Stabilität in dieser Region.
Die Stichprobe umfasst acht Individuen von vier Fundstätten. Für fünf Proben liegen Y-chromosomale Daten vor, wobei drei aufgelöst werden konnten: O-F5, O und O-Page59. Die mitochondrialen Haplogruppen sind vielfältig: M8a, D4b2b, D5a3a1, F1b1-a und M7c1. Diese Vielfalt deutet auf eine gewisse genetische Breite hin, doch die kleine Anzahl erlaubt keine statistisch robusten Schlussfolgerungen über die gesamte Region.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass die mittlere Gelbe-Fluss-Region über Jahrtausende ein genetischer Knotenpunkt blieb. Die Y-Haplogruppen O-F5 und O-Page59 sind heute in Ostasien verbreitet und könnten auf tiefe lokale Wurzeln hinweisen. Die mtDNA-Linien wie D4b2b und M8a sind ebenfalls in modernen Populationen zu finden.