21 alte mtDNA-Genome aus der Lajia-Stätte beleuchten die mütterliche Vielfalt der Qijia-Kultur.
Die Qijia-Kultur in Gansu-Qinghai war eine Drehscheibe zwischen Ostasien und der eurasischen Steppe. Bisher war wenig über ihre genetische Herkunft bekannt. Nun wurden 21 vollständige mitochondriale Genome vom Lajia-Fundort analysiert. Sie zeigen eine unerwartet hohe mütterliche Vielfalt: Die Linien B5b4, F1g, A14, A18, A7 und M10a1b sind alle ostasiatischen Ursprungs. Das deutet darauf hin, dass die Qijia-Gesellschaft ihre maternale Abstammung überwiegend aus lokalen ostasiatischen Populationen bezog, nicht aus westlichen Steppenpopulationen.
Die Stichprobe umfasst 21 Individuen von der Lajia-Stätte, alle der Qijia-Kultur zugeordnet. Die mütterlichen Linien verteilen sich wie folgt: B5b4 (3), F1g (3), A14 (2), A18 (2), A7 (2) und M10a1b (1). Diese Zusammensetzung ist typisch für prähistorische ostasiatische Populationen. Y-chromosomale Daten liegen nicht vor, sodass keine Aussagen über väterliche Linien möglich sind.
Für Ahnenforscher zeigt sich: Die mütterliche Abstammung der Qijia-Kultur ist tief in Ostasien verwurzelt. Wer Linien wie B5b4, F1g oder A14 in seiner mtDNA trägt, teilt eine genetische Verbindung mit dieser bronzezeitlichen Kultur am Gelben Fluss.