Ein Grab, zwei Herkünfte: Süd- und Ostasien im 6. Jahrhundert.
Die alte DNA eines Paares aus dem 6. Jahrhundert zeigt: Der Mann trug die väterliche Linie R-Z2123, die eher in Süd- und Zentralasien verbreitet ist, während die beiden Frauenlinien M30c1 und F2f nach Ost- bzw. Südostasien weisen. Damit belegt dieses Grab direkt, dass Menschen aus weit entfernten Regionen damals nicht nur Handel trieben, sondern auch Familien gründeten.
Insgesamt wurden zwei Individuen untersucht. Die väterliche Linie ist nur einmal aufgelöst: R-Z2123. Bei den mütterlichen Linien gibt es zwei Treffer: M30c1 und F2f. Das passt zu einem Mann mit süd-/zentralasiatischer Y-Linie und einer Frau (oder zwei Frauen) mit ost-/südostasiatischer mtDNA. Weitere kulturelle oder archäologische Angaben fehlen in den Daten.
Für Ahnenforscher zeigt dieser Fall: Schon im 6. Jahrhundert gab es überregionale Partnerschaften. Wer süd- oder zentralasiatische Y-Linien wie R-Z2123 oder ostasiatische mtDNA wie M30c1 und F2f in seinen Ergebnissen hat, sollte mit solchen historischen Kontakten rechnen.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| R-Z2123 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| D91822 | R-Z2123 | M30c1 | · 北周 506-564 BP |