Ein 800 Jahre alter chinesischer Mumienschatz verrät, wie Arteriosklerose wirklich entsteht.
Forscher untersuchten die Changzhou-Mumie aus dem 13. Jahrhundert, die mit Quecksilber und Zinnober einbalsamiert wurde. Durch die Kombination von Genomanalyse und Isotopenuntersuchungen fanden sie heraus, dass dieser Mensch trotz fettreicher Ernährung und einer Erbkrankheit an Arteriosklerose litt. Das zeigt: Diese Krankheit ist keine reine Zivilisationserscheinung der Neuzeit, sondern hatte schon vor Jahrhunderten genetische und ernährungsbedingte Ursachen.
Die Stichprobe umfasst nur ein einziges Individuum: einen Mann aus der Song-Dynastie in Jiangsu. Seine Y-DNA-Linie N-TYT255176 und die mtDNA F1f sind typisch für damalige ostasiatische Populationen. Wegen der geringen Fallzahl sind die Ergebnisse nicht verallgemeinerbar, liefern aber einen wertvollen genetischen Fingerabdruck aus dem mittelalterlichen China.
Für Ahnenforscher zeigt diese Studie, dass genetische Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen tief in der Geschichte verwurzelt sind. Wer seine eigene Abstammung erforscht, sollte bedenken: Unsere Vorfahren trugen bereits Anlagen für Krankheiten, die wir oft als modern betrachten.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| N-TYT255176 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| I43004 | N-TYT255176 | F1f | 宋代· 13th century |