Vier Genome aus Nordwest-Kyushu zeigen: Jomon und Yayoi lebten lange nebeneinander.
Die Studie analysiert vier vollständige Genome von Yayoi-Individuen aus der Präfektur Nagasaki. Zwei davon besitzen fast reine Jomon-Abstammung, die anderen beiden sind eindeutig gemischt. Das belegt: Die Vermischung zwischen eingewanderten Kontinentalbewohnern und der einheimischen Jomon-Bevölkerung begann in dieser Region bereits vor etwa 2500–2600 Jahren – und verlief schrittweise, nicht als ein einziger großer Migrationsschub.
Von vier untersuchten Individuen aus Nagasaki (Fundort Shomura) ließen sich drei Y-Haplogruppen zuordnen: zweimal D-TY528601 und einmal O-MF166000. Bei den mitochondrialen Linien fanden sich M7a1a1 (zweimal), D4c1a und M7a1a. Die geringe Stichprobe erlaubt keine regionalen Verallgemeinerungen, zeigt aber die genetische Vielfalt und das Nebeneinander verschiedener Abstammungslinien in dieser frühen Phase.
Für Ahnenforscher bedeutet das: Die eigene japanische Herkunft kann sowohl tiefe Jomon-Wurzeln als auch kontinentale Yayoi-Einflüsse vereinen. Ein einzelner großer Migrationsschub erklärt die genetische Landschaft nicht – regionale Unterschiede und ein längerer Vermischungsprozess sind zu erwarten.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| D-TY528601 | 2 | |
| O-MF166000 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| SAMD01598453 | D-TY528601 | M7a1a | · Middle Yayoi |
| SAMD01598452 | D-TY528601 | M7a1a1 | · Middle Yayoi |
| SAMD01598451 | O-MF166000 | D4c1a | · Middle Yayoi |