Hochauflösende Jomon-Genome zeigen überraschend hohen Ahnenanteil im modernen Japan.
Acht hochauflösende Genome aus der Jomon-Zeit (9000–2800 Jahre vor heute) wurden analysiert. Trotz räumlicher und zeitlicher Unterschiede waren die Jomon genetisch sehr einheitlich, was auf eine Isolation nach der Eiszeit hindeutet. Die frühesten Jomon aus der Iyai-Stätte bilden einen eigenen Zweig mit geringerer Ähnlichkeit zu heutigen Japanern. Die Jomon trugen etwa 20 % zum Erbgut der heutigen Festlandjapaner bei – deutlich mehr als bisher angenommen (13 %).
Die Stichprobe umfasst drei Jomon-Individuen von der Stätte DRR893171, alle der frühen Jomon-Kultur zugeordnet. Die Y-Chromosomen-Haplogruppen D-Z1513, D-CTS4292 und D-CTS220 sind typisch für Jomon-Linien. Die mitochondrialen Haplogruppen N9b (2x) und N9b3 (1x) bestätigen die Nähe zu anderen Jomon-Funden. Die geringe Stichprobenzahl erlaubt keine Verallgemeinerung, passt aber zum Bild der genetischen Einheitlichkeit.
Für Ahnenforscher zeigt sich: Die Jomon sind keine Randnotiz, sondern ein substanzieller Vorfahrenanteil der heutigen Japaner. Wer japanische Wurzeln hat, trägt oft mehr Jomon-Erbe in sich als gedacht – mit messbaren Auswirkungen auf Stoffwechsel und Gesundheit.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben