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Inserting the dead in living spaces in Bronze Age Southern Italy: the case of Coppa Nevigata

Das Einfügen der Toten in die Lebensräume der Lebenden in der Bronzezeit Süditaliens: der Fall Coppa Nevigata
PRJEB101287 Originalarbeit / DOI2025-12-0221 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Bronzezeitliche Bestattungen mitten im Wohnraum: Coppa Nevigata zeigt überraschende Vielfalt.

In der italienischen Bronzezeit denkt man meist an Einzelgräber, Urnenfelder oder Kollektivgräber. Die Siedlung Coppa Nevigata an der Adria zeigt jedoch etwas anderes: Tote wurden innerhalb des bewohnten Areals bestattet, ihre Körper ausgesetzt oder einzelne Knochen absichtlich umgebettet. Isotopen- und aDNA-Analysen deuten auf Unterschiede zwischen diesen drei Formen hin. Die Autoren erklären dies mit der Macht der Knochen und Ahnen, Gruppenzugehörigkeit und politischen Ansprüchen.

Proben-Interpretation

Von 21 untersuchten Individuen ließen sich 11 Y-Haplogruppen zuordnen. Sie fallen fast alle in die R1b-Linie R-M269 (4x), dazu R1 (2x), R-P297, R-L20, R-Y16972, R-Z39400 und einmal I-CTS1799. Die mtDNA ist heterogener: H5n, H1c2a, H, H1 und K1a3a, drei Proben ohne Ergebnis. Die Stichprobe ist klein, zeigt aber eine deutliche männliche R1b-Dominanz.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt der Fund: Bestattungssitten können stark variieren, selbst am selben Ort. Die Y-DNA-Verteilung stützt die weite Verbreitung von R1b in der Bronzezeit, doch kleine Stichproben erlauben keine sicheren Verwandtschaftsaussagen.

Zusammenfassung

Bestattung in der italienischen Bronzezeit wird oft als überwiegend bestehend aus Einzelbestattungen, Kremationen in Nekropolen oder Kollektivbestattungen in Gräbern angesehen. Die multidisziplinäre Untersuchung von Coppa Nevigata (Apulien), einer bedeutenden befestigten Siedlungs- und Handelsstätte an der Adriaküste, liefert zudem außergewöhnliche Belege für eine Reihe von Bestattungsritualen. Durch die Kombination archäologischen Kontexts und bioarchäologischer Analyse mit neuen Studien zur Bestattungstaphonomie zeichnen wir drei Kernmodi der Deponierung innerhalb dieser Siedlungsstätte nach: Bestattung, Exposition und absichtliche sekundäre Deponierung einzelner Knochen, mit offensichtlicher Verlagerung von Überresten zwischen allen Bestattungskontexten. In Verbindung mit neuen Isotopen- und aDNA-Analysen treten einige Unterschiede zwischen diesen drei Deponierungsmodi hervor. Infolgedessen schlagen wir vor, dass diese vielfältigen Todesweisen durch eine Reihe von Faktoren motiviert waren, darunter die Macht von Knochen und Ahnen, Gefühle der Gruppenzugehörigkeit und politische Ansprüche.

Proben & Daten auf TheYtree

21Proben auf der Website
11Y-Haplogruppe bestimmt
1archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
R-M269 4
R1 2
R-P297 1
R-L20 1
R-Y16972 1
R-Z39400 1
I-CTS1799 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
utigCNV002 R-Z39400 — · Bronze Age
utigCNV003 R-M269 — · Bronze Age
utigCNV005 R-M269 — · Bronze Age
utigCNV012 R-Y16972 — · Bronze Age
utigCNV018 R-L20 H · Bronze Age
utigCNV023 R1 — · Bronze Age
utigCNV026 R-M269 — · Bronze Age
utigCNV039 R-P297 H3ar · Bronze Age
utigCNV015 R-M269 — · Bronze Age
utigCNV007 R1 — · Bronze Age