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Ancient Egyptian mummy genomes suggest an increase of Sub-Saharan African ancestry in post-Roman periods

Altägyptische Mumien-Genome deuten auf eine Zunahme subsaharischer afrikanischer Abstammung in nachrömischer Zeit hin
PRJEB15464 Originalarbeit / DOI2017-05-3094 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Eine Studie zeigt: Das Erbgut altägyptischer Mumien ähnelt dem der Menschen im Nahen Osten – moderne Ägypter haben später zusätzlich Gene aus dem subsaharischen Afrika aufgenommen.

Die Forscher untersuchten 90 mitochondriale Genome und drei vollständige Genome aus Mumien. Die Proben stammen aus Mittelägypten und decken rund 1300 Jahre ab, von der Zeit des Neuen Reiches bis zur Römerzeit. Das Ergebnis: Die alten Ägypter waren genetisch enger mit Populationen des Nahen Ostens verwandt als heutige Ägypter. Erst in nachrömischer Zeit kam bei den modernen Ägyptern Erbgut aus dem subsaharischen Afrika hinzu.

Proben-Interpretation

Die Studie stützt sich auf 90 mitochondriale Genome und drei vollständige Genome. In der Ytree-Datenbank sind dazu zwei Proben erfasst, beide weibliche Linien: einmal die mtDNA-Haplogruppe I9 und einmal J1d7b2. Y-chromosomale Linien sind nicht aufgeführt, was die Aussagekraft zur väterlichen Abstammung einschränkt. Die mtDNA-Linien I und J kommen sowohl im Nahen Osten als auch in Europa und Nordafrika vor.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass altägyptische Abstammung nicht einfach mit heutigen Ägyptern gleichzusetzen ist. Wer nach ägyptischen Wurzeln sucht, sollte regionale und zeitliche Unterschiede beachten. Die mtDNA-Haplogruppen I9 und J1d7b2 sind nur ein kleiner Ausschnitt und dürfen nicht verallgemeinert werden.

Zusammenfassung

Ägypten liegt an der Landbrücke nach Afrika und ist aufgrund seiner günstigen geografischen Lage sowie der dokumentierten Interaktionen mit den antiken Zivilisationen Afrikas, Asiens und Europas eine ideale Region für die Untersuchung historischer Bevölkerungsdynamiken. Insbesondere im ersten Jahrtausend v. Chr. erlebte Ägypten ausländische Herrschaft, was dazu führte, dass zunehmend Ausländer innerhalb seiner Grenzen lebten, was einen Beitrag zum Erbgut der lokalen Bevölkerung geleistet haben könnte. Diese Arbeit präsentiert 90 aus ägyptischen Mumien extrahierte mitochondriale Genome sowie vollständige Genomdatensätze von drei Individuen. Die in Mittelägypten gefundenen Proben umfassen etwa 1300 Jahre altägyptischer Geschichte, vom Neuen Reich bis zur römischen Epoche. Unsere Analyse zeigt, dass die alten Ägypter im Vergleich zu modernen Ägyptern mehr gemeinsame Vorfahren mit den Völkern des Nahen Ostens aufweisen, während moderne Ägypter in jüngerer Zeit zusätzlich Gene aus dem subsaharischen Raum eingebracht haben. Diese Analyse etabliert altägyptische Mumien als genetische Quelle für die Erforschung der Geschichte antiker Menschen und bietet eine Perspektive zur Interpretation der ägyptischen Geschichte auf der Ebene des vollständigen Genoms.

Proben & Daten auf TheYtree

2Proben auf der Website
0Y-Haplogruppe bestimmt

Maternale (mtDNA) Haplogruppen