Kaukasus-Genome über 3000 Jahre zeigen: Genetik folgt Ökoregionen, nicht nur Kulturen.
Die Studie analysiert 45 prähistorische Individuen aus dem Nordkaukasus über einen Zeitraum von 3000 Jahren. Dabei zeigt sich eine klare genetische Trennung zwischen Berg- und Steppengruppen. Die nördlichen Kaukasusgruppen ähneln zeitgleichen Populationen südlich des Gebirges, was auf bronzezeitliche Wanderungen über den Kaukasus hinweist. Steppengruppen wie Yamnaya tragen unerwartete bäuerliche Abstammung aus verschiedenen Kontaktzonen, während Steppe-Maykop-Individuen zusätzlich altsteinzeitliche sibirische und nordamerikanische Verwandtschaft aufweisen.
Die Stichprobe umfasst 45 Individuen, doch die Y-Haplogruppe ist nur bei einem einzigen aufgelöst: R-M12149. Die mtDNA zeigt U1a1a3a und H13a1a2, jeweils einmal. Der Standort LYG001.A0101 trägt eine Probe bei. Diese geringe Auflösung erlaubt keine populationsweiten Aussagen, sondern nur erste Einblicke in die genetische Vielfalt der Region.
Für Ahnenforscher zeigt sich: Der Kaukasus war eine wichtige Kontaktzone zwischen Steppe und Bergvölkern. Wer Vorfahren aus dieser Region hat, sollte mit vielfältigen, teils unerwarteten Abstammungen rechnen – von bäuerlichen bis sibirischen Einflüssen.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| R-M12149 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| LYG001.A0101 | R-M12149 | H13a1a2 | · 4122±23BP |