Genomanalyse entzaubert die Legende von Zana: Sie war ein Mensch aus Ostafrika.
Zana, eine im 19. Jahrhundert in Abchasien gefangene Frau, galt als Almasty – das kaukasische Pendant zu Bigfoot. Genetische Untersuchungen ihrer angeblichen Überreste und der ihres Sohnes Khwit zeigen: Sie war kein rätselhaftes Wesen, sondern ein Mensch mit ungewöhnlichem Aussehen. Ihre Abstammung führt nach Ostafrika. Vielleicht litt sie unter angeborenem übermäßigem Haarwuchs, was ihren Haarwuchs und ihr Verhalten erklären könnte.
Es wurden zwei Proben analysiert: die Überreste von Zana und ihrem Sohn Khwit. Die mittlere Sequenzabdeckung betrug etwa das 3-fache. Khwits Y-Chromosom gehört zur Haplogruppe R-FTA50400, die eher in Eurasien verbreitet ist. Zanas und Khwits mitochondriale DNA ist vom Typ L2b1b1, der typisch für Afrika ist. Diese Daten belegen, dass Zana eine Ostafrikanerin war und ihr Sohn einen eurasischen Vater hatte.
Für Ahnenforscher zeigt dieser Fall, wie genetische Daten Legenden entzaubern können. Die mtDNA L2b1b1 verweist auf afrikanische Wurzeln, während das Y-Chromosom R-FTA50400 eurasische Herkunft anzeigt. Das erinnert daran, dass Migration und Vermischung auch in scheinbar isolierten Regionen stattfanden.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| R-FTA50400 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| Khwit | R-FTA50400 | L2b1b1 | · 19th century |