Die Hunyadi-Familie: Genetische Herkunft und Ende der männlichen Linie.
Die Hunyadi waren im 14.–16. Jahrhundert einflussreich in Ungarn. Johannes Hunyadi stieg zum Gouverneur auf, sein Sohn Matthias wurde 1458 König. Die Herkunft der Familie war unbekannt. Nun wurden die Genome von Johannes Corvinus und seinem Sohn Christophorus sequenziert. Beide trugen die Y-Haplogruppe E1b1b1a1b1a6a1c~, die in Eurasien verbreitet ist. Die Vaterschaft wurde bestätigt. Die mtDNA unterscheidet sich: Christophorus hatte T2c1+146, sein Vater T2b. Die männliche Linie endete mit Christophorus' frühem Tod.
Die Studie umfasst zwei männliche Individuen: Johannes Corvinus und seinen Sohn Christophorus Corvinus. Beide gehören der Y-Haplogruppe E-COR1 (E1b1b1a1b1a6a1c~) an. Die mtDNA ist unterschiedlich: Johannes trägt T2b, Christophorus T2c1-T146C!. Die Y-Haplogruppe ist in Eurasien weit verbreitet, die mtDNA-Linien sind mediterran bzw. eurasisch verbreitet. Die genetische Analyse bestätigt die direkte Vater-Sohn-Beziehung und das Ende der männlichen Linie mit Christophorus.
Für Ahnenforscher zeigt diese Studie, dass die Hunyadi keine asiatische, sondern eine alte europäische Herkunft hatten. Die Y-Haplogruppe E1b1b1a1b1a6a1c~ ist heute in Europa und Westasien verbreitet. Die unterschiedlichen mtDNA-Linien spiegeln die Heiratspolitik wider. Zukünftig können weitere Hunyadi-Gräber identifiziert werden.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| E-COR1 | 2 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| Christophorus | E-COR1 | T2c1-T146C! | · 8 August 1499 in Bihać – 17 March 1505 |
| Johannes | E-COR1 | T2b | · 2 April 1473 – 12 October 1504 |