Eine 3.800 Jahre alte Steppenfamilie: Brüder, Frauen und Macht.
Die Studie untersucht 32 Menschen aus einem bronzezeitlichen Grabhügel der Srubnaya-Alakul-Kultur in Nepluyevsky am Südural. Männer lebten im Schnitt acht Jahre länger als Frauen. 23 Personen sind biologisch miteinander verwandt, darunter sechs Brüder über drei Generationen. Der älteste Bruder hatte mit zwei Frauen acht Kinder, andere Verbindungen waren monogam. Frauen waren genetisch vielfältiger als Männer und stammten aus einem größeren Heiratsnetzwerk.
Von 32 untersuchten Personen sind 23 durch 35 Verwandtschaftsbeziehungen ersten Grades, 40 zweiten Grades und 48 dritten Grades verbunden. Die Y-DNA zeigt zwei Linien: Q-FT72566 (2 Männer) und R-Y3 (1 Mann). Bei den Mitochondrien treten U1b2 (2 Frauen), U5a1g1 und U5b1b auf. Die geringe Zahl aufgelöster Y-Linien deutet auf eine patrilineare Struktur hin, während die mütterlichen Linien vielfältiger sind.
Für Ahnenforscher zeigt sich: In dieser Gemeinschaft zählte die männliche Abstammungslinie. Frauen kamen von außen und waren genetisch vielfältiger. Wer seine Wurzeln in der Srubnaya-Alakul-Kultur sucht, sollte mit patrilinearen Clans und exogamen Heiratsregeln rechnen.