Mittelalterliche DNA zeigt, wie HLA-Gene die Lepra-Anfälligkeit beeinflussten.
Eine Studie untersuchte 302 Menschen aus 18 archäologischen Stätten in Dänemark und Deutschland. Sie fand heraus, dass bestimmte HLA-Varianten wie HLA-B*38 das Lepra-Risiko erhöhten, während andere wie HLA-A*23, DRB1*04 und DRB1*13 möglicherweise schützten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass frühere Seuchen das HLA-Genpool der heutigen Europäer geprägt haben.
Die Stichprobe umfasst 302 Individuen aus 18 Fundorten in Dänemark (16) und Deutschland (2). Für einen einzelnen Fundort liegt die Y-DNA-Haplogruppe I-FGC21940 vor, die mtDNA-Haplogruppe U5a1a2a1a. Diese genetischen Linien sind typisch für mittelalterliche europäische Populationen und helfen, die damalige genetische Vielfalt zu verstehen.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass HLA-Gene durch historische Epidemien geprägt wurden. Wer seine eigene HLA-Typisierung kennt, kann besser verstehen, wie Krankheiten die genetische Geschichte Europas formten.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| I-FGC21940 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| KH200393 | I-FGC21940 | U5a1a2a1a |