Pariser Becken: 13 Neolithiker, Y-DNA H dominiert, Cerny-Kultur.
Die Studie analysiert alte DNA von 13 Individuen aus dem Pariser Becken, datiert auf das frühe (5100–4800 v. Chr.) und mittlere Neolithikum (4800–4000 v. Chr.). Die Funde stammen von sieben archäologischen Stätten. Die mittelneolithischen Proben gehören zur Cerny-Kultur. Die Y-Chromosom-Haplogruppen zeigen eine starke Präsenz der H-Linie, während die mtDNA vielfältiger ist. Dies gibt Einblicke in die genetische Zusammensetzung und Bevölkerungsdynamik während der neolithischen Expansion in Nordfrankreich.
Insgesamt 13 Individuen wurden analysiert, von denen 11 eine aufgelöste Y-Haplogruppe aufweisen. Die häufigsten Y-Linien sind H-Z19072 (3), H-Y19962 (3) und H-Z19084 (2). Seltener sind H-FTA67514, I-BY90070 und I-L1286 (je 1). Bei der mtDNA treten T2b (2), K1b1a1, K2b1a, U5b1c, HV0a und T2b3-a (je 1) auf. Die Stichprobe ist klein, ermöglicht aber erste Einblicke in die genetische Struktur der damaligen Bevölkerung.
Für Ahnenforscher zeigt sich, dass die Y-Haplogruppe H im neolithischen Pariser Becken weit verbreitet war. Wer väterlicherseits in diese Region und Zeit zurückverfolgt, könnte auf H-Linien stoßen. Die mtDNA-Vielfalt deutet auf weibliche Mobilität oder lokale Vielfalt hin. Die Cerny-Kultur ist genetisch mit diesen Linien verbunden.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| H-Y19962 | 3 | |
| H-Z19072 | 3 | |
| H-Z19084 | 2 | |
| H-FTA67514 | 1 | |
| I-BY90070 | 1 | |
| I-L1286 | 1 |