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A 6,000-year-long genomic transect from the Bogotá Altiplano reveals multiple genetic shifts in the demographic history of Colombia

Ein 6.000 Jahre langer genomischer Transekt aus dem Altiplano von Bogotá offenbart mehrere genetische Verschiebungen in der demografischen Geschichte Kolumbiens
PRJEB77936 Originalarbeit / DOI2024-12-2021 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

6000 Jahre Genomgeschichte am Bogotá-Hochland: mehrere Bevölkerungswechsel.

Eine neue Studie untersuchte 21 Individuen aus dem kolumbianischen Hochland, die zwischen 6000 und 500 Jahre alt sind. Die ältesten Jäger und Sammler gehörten zu einer bisher unbekannten Grundlinie, die früh von der ersten südamerikanischen Ausbreitung abstammte. Sie vermischten sich nicht mit späteren Gruppen. Vor etwa 2000 Jahren wurden sie durch Menschen mit mittelamerikanischer Herkunft ersetzt, die mit der Herrera-Keramik verbunden sind. Deren Nachkommen lebten bis in die Muisca-Zeit weiter.

Proben-Interpretation

Von 21 Proben konnten 11 Y-Chromosomen zugeordnet werden, alle gehören der Q-Linie an, vor allem Q-M3 und Untergruppen. Die mtDNA zeigt 8-mal B2d, daneben A2, C1c und A8a. Das bestätigt die typisch amerindische Herkunft, aber die geringe Vielfalt der Y-Linien deutet auf eine kleine Gründergruppe oder spätere Flaschenhälse hin.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt sich: Die genetische Geschichte Kolumbiens ist komplexer als gedacht. Moderne Kolumbianer tragen oft nur noch einen Teil der alten Hochlandlinien, während Chibcha-Verwandte aus Panama näher stehen. Das relativiert einfache Herkunftsmodelle.

Zusammenfassung

Genetische Studien an amerikanischen Ureinwohnern haben unser Verständnis der Bevölkerungsgeschichte Amerikas grundlegend verändert. Eine Region, die jedoch bisher nicht durch altertümliche Genomforschung untersucht wurde, ist Kolumbien, das Tor nach Südamerika. Hier berichten wir über genomweite Daten von 21 Individuen aus dem Hochland von Bogotá, Kolumbien, die zwischen 6.000 und 500 Jahre alt sind. Wir fanden heraus, dass Jäger und Sammler aus der Zeit vor der Keramik eine bisher unbekannte basale Linie repräsentieren, die aus der ursprünglichen südamerikanischen Radiation stammt. Diese Jäger und Sammler wiesen keine unterschiedliche Affinität zu alten nordamerikanischen Gruppen auf und trugen genetisch nicht zu alten oder heutigen südamerikanischen Populationen bei. Vor 2.000 Jahren wurde die lokale Abstammung durch mittelamerikanische Populationen ersetzt, die mit der Herrera-Keramikgruppe in Verbindung stehen, und überlebte trotz bedeutender kultureller Veränderungen bis in die Muisca-Zeit. Diese alten Hochlandindividuen zeigten eine höhere Affinität zu Chibcha-Sprechern aus der Landenge als zu indigenen Kolumbianern, was darauf hindeutet, dass die mit der Chibcha-Sprache verbundene Abstammung bei nachfolgenden Dispersionseignissen verdünnt wurde.

Proben & Daten auf TheYtree

21Proben auf der Website
11Y-Haplogruppe bestimmt

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
Q-Y128398 2
Q-M3 2
Q-M848 2
Q-L54 1
Q-L53 1
Q-Y202512 1
Q-MPB016 1
Q-BZ1285 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
EMUI002 Q-BZ1285 A2w
FORM007 Q-M848 B2d
PREC002 Q-Y202512 A2-x-G153A!
PREC003 Q-M3 A2-x
PREC005 Q-M3 A8a
PREC006 Q-L53 C
GUAN002 Q-Y128398 B2d
MUIS001 Q-M848 A2ac1
PREC001 Q-L54 A2
FORM001 Q-Y128398 B2d