Sieben Genome aus Copán beleuchten die Bevölkerungsgeschichte der klassischen Maya.
Die Studie analysiert sieben Genome aus der klassischen Maya-Stadt Copán, darunter möglicherweise ein Mitglied der Herrscherdynastie. Die Individuen bilden eine genetische Gruppe mit spätarchaischen Populationen aus Belize und späteren Maya-Gruppen. Ab der frühen bis mittleren Klassik zeigt sich ein Zustrom von Erbgut aus dem mexikanischen Hochland. Gegen Ende der Klassik deuten die Schätzungen auf einen Bevölkerungsrückgang hin, zeitgleich mit dem Zusammenbruch der Maya-Zivilisation.
Von sieben Individuen aus Copán wurden Genome analysiert, darunter ein mögliches Mitglied der Herrscherdynastie und eine begleitende Opferbestattung. Drei Y-Chromosomen konnten aufgelöst werden: zweimal Q-M848 und einmal Q-MPB016. Bei den mitochondrialen Linien finden sich C1c4, A2, A2-x, A2-x-G16129A!, A2ad und C1c. Die Stichprobe ist klein, ermöglicht aber erste Einblicke in die genetische Vielfalt der Stadt.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass die klassischen Maya von Copán sowohl lokale Wurzeln als auch späteren Genfluss aus dem Hochland Mexikos aufweisen. Die genetische Kontinuität zu heutigen Maya unterstreicht die Bedeutung dieser Region für die Abstammungsgeschichte Mittelamerikas.