Eine 8.000 Jahre alte, unbekannte Abstammungslinie in Argentinien überdauerte Jahrtausende.
Neue Genomdaten von 238 alten Individuen aus dem südlichen Südamerika zeigen: Eine bisher unbekannte tiefe Abstammungslinie aus Zentralargentinien existierte bereits vor etwa 8500 Jahren. Sie überlebte über Jahrtausende ohne größere Einwanderung und vermischte sich später mit anderen Gruppen. Die ältesten Proben aus den Pampas (10.000 Jahre) unterscheiden sich bereits von den Anden und Ostbrasilien.
Von 223 archäologischen Proben wurden 116 Y-Chromosomen aufgelöst. Die häufigsten Y-Linien sind Q-M848 (49) und Q-M3 (36), typisch für Südamerika. Bei mtDNA dominieren C1b (54), A2-x (37) und B2 (29). Diese Verteilung bestätigt die tiefe Verwurzelung indigerer Linien in der Region und zeigt eine hohe Kontinuität über Jahrtausende.
Für Ahnenforscher bedeutet dies: Die genetische Landschaft Argentiniens ist viel älter und komplexer als gedacht. Eine lokale Linie überdauerte 8000 Jahre – ein Paradebeispiel für Kontinuität statt ständiger Migration. Wer südamerikanische Wurzeln hat, könnte von dieser tiefen, bisher unbekannten Abstammung profitieren.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| Q-M848 | 49 | |
| Q-M3 | 36 | |
| Q-CTS2730 | 4 | |
| Q-M930 | 3 | |
| Q-L54 | 3 | |
| Q-L53 | 3 | |
| Q-YP937 | 3 | |
| Q-Z781 | 2 | |
| Q-MPB122 | 2 | |
| Q-Z5908 | 2 | |
| Q-Y780 | 1 | |
| Q-FGC47532 | 1 |