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Ancient DNA reveals a family ossuary and long-distance migration on the Pacific coast before the Inca Empire

Alte DNA enthüllt ein Familiengrab und Fernwanderung an der Pazifikküste vor dem Inkareich
PRJEB98110 Originalarbeit / DOI2026-05-2221 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Ein Familiengrab in Peru zeigt Migration und Heirat vor den Inka.

Die Studie untersucht 21 Individuen aus dem Chincha-Tal in Südperu. Ihre Genome zeigen, dass sie von Gruppen abstammen, die etwa 700 km nördlich lebten. Die frühesten Einwanderer hatten unvermischte Vorfahren, doch später heirateten sie Nachbarn aus Küstenregionen. Verwandte wurden gemeinsam in einem Familiengrab bestattet und praktizierten enge Verwandtenehen. Ein Bayesianisches Modell mit alten DNA-Daten und individuellen Kalibrierungskurven für Meeresnahrung ermöglichte erstmals präzise Zeitangaben. Die Daten belegen Bevölkerungs kontinuität vom 13. bis 15. Jahrhundert, parallel zu Schädelmodifikation und roter Pigmentierung der Toten.

Proben-Interpretation

Von 21 Individuen aus dem Chincha-Tal wurden 12 Y-Chromosomen aufgelöst. Alle gehören zur Haplogruppe Q, überwiegend Q-Z5910 (4), Q-Y805 (3) und Q-M848 (2). Die mtDNA zeigt B2 (5), B2b (2), C1b (2), D1 (2) und C1b3 (1); drei Proben sind nicht bestimmbar. Diese genetische Vielfalt passt zu einer eng verbundenen, aber überregional vernetzten Küstenbevölkerung.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass Küstenpopulationen Perus schon vor den Inka weit vernetzt waren. Die Y-Haplogruppen Q und mtDNA-Linien wie B2 und C1b verbreiteten sich entlang der Pazifikküste. Familiengräber und Endogamie prägten die Gemeinschaften, die später ins Inkareich eingegliedert wurden.

Zusammenfassung

Diese Arbeit verfolgt Fernwanderungen an der Pazifikküste, die spätestens im dreizehnten Jahrhundert n. Chr. begannen. Genomweite Daten für alle 21 beprobten Individuen aus dem Chincha-Tal im südlichen Peru zeigen gemeinsame Abstammung mit Gruppen etwa 700 km weiter nördlich. Die frühesten Migranten weisen unvermischte Abstammung auf, während in nachfolgenden Generationen durch Heirat Vermischungen aus benachbarten Küstengebieten entstanden. Verwandte, die gemeinsam in einem Familienossuar bestattet wurden, praktizierten konsanguine Endogamie. Wir erstellten ein Bayes'sches Modell auf Generationenebene, das auf einem aDNA-basierten Stammbaum und individuellen Kalibrierungskurven für geschätzte Anteile mariner Ernährung beruht, und überwanden damit lang bestehende Schwierigkeiten mit der zeitlichen Präzision an der Pazifikküste. Diese Daten belegen Bevölkerungskontinuität vom dreizehnten bis zum fünfzehnten Jahrhundert, einhergehend mit anhaltenden Traditionen der kranialen Modifikation und der postmortalen Anwendung roten Pigments. Wir offenbaren eng verbundene und weitreichende küstennahe Interaktionsnetzwerke, die die soziopolitische Landschaft prägten, auf die Inka-Gesandte trafen, bevor sie diese Gemeinschaften in ihr Reich eingliederten.

Proben & Daten auf TheYtree

21Proben auf der Website
12Y-Haplogruppe bestimmt

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
Q-Z5910 4
Q-Y805 3
Q-M848 2
Q-Y165190 1
Q-FT317594 1
Q-Z5908 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
iPCR138_SC128_L1704 Q-Z5910 C1 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR138_SC128_L1705 Q-Z5908 A2-x-T16111C! · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR146_SC135_L1815 Q-M848 B2 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR146_SC135_L1816 Q-Z5910 B2 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR146_SC135_L1818 Q-FT317594 A-a1 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR146_SC135_L1820 Q-Y805 B2 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR183_SC168_L2495 Q-Z5910 C1b · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR183_SC168_L2499 Q-Z5910 C1b · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR183_SC168_L2500 Q-Y165190 D1 · the thirteenth to fifteenth centuries
iPCR183_SC168_L2503 Q-Y805 B2b · the thirteenth to fifteenth centuries