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Genetic Evidence of Yersinia pestis from the First Pandemic

Genetischer Nachweis von Yersinia pestis aus der ersten Pandemie
PRJNA1303691 Originalarbeit / DOI2025-07-3112 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Erste Genomdaten von Yersinia pestis aus der Justinianischen Pest im östlichen Mittelmeerraum.

Bisher fehlten genetische Beweise für die Pest im östlichen Mittelmeer, obwohl die Justinianische Pest dort 541 n. Chr. begann. In einem Massengrab in Jerash, Jordanien, fanden Forscher Yersinia pestis-DNA bei fünf Personen. Die Genome sind fast identisch und ähneln anderen Stämmen der Ersten Pandemie. Das zeigt: Eine einzige Linie verursachte den Ausbruch – nahe am historischen Ursprungsort.

Proben-Interpretation

Die Studie untersuchte 12 Proben aus dem Massengrab. Elf Y-Chromosomen wurden aufgelöst, alle gehören zur Haplogruppe R (R-L754, R-M269, R-P297, R1 und Untergruppen). Die mtDNA einer Probe war nicht bestimmbar. Die genetische Vielfalt der Y-Linien deutet auf eine gemischte männliche Bevölkerung hin, doch die Pest-Genome waren auffallend einheitlich.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt dies: Die Pest traf eine Bevölkerung mit überwiegend westeurasischen Y-Linien (R). Wer Vorfahren im Nahen Osten hat, könnte Nachfahren dieser Pestopfer in seinem Stammbaum haben. Die Genetik bestätigt historische Berichte über die Justinianische Pest.

Zusammenfassung

Die Justinianische Pest markierte den Beginn der Ersten Pandemie (541–750 n. Chr.), dennoch wurden bisher keine genomischen Belege für Yersinia pestis aus dem östlichen Mittelmeerraum gewonnen, wo der Ausbruch erstmals dokumentiert wurde. Diese Studie zielte darauf ab, festzustellen, ob Y. pestis in einem Massengrab aus der Mitte des 6. bis frühen 7. Jahrhunderts in Jerash, Jordanien, vorhanden war, und sein Genom im weiteren Kontext der Stämme der Ersten Pandemie zu charakterisieren. Methoden: Wir analysierten Proben von mehreren Individuen, die aus dem Massengrab von Jerash geborgen wurden. Ein anfängliches Screening auf mögliche Pathogenpräsenz wurde mittels Proteomik durchgeführt. Ausgewählte Proben wurden einer Extraktion alter DNA und einer Ganzgenomsequenzierung unterzogen. Vergleichende genomische und phylogenetische Analysen wurden durchgeführt, um die Stammidentität und die evolutionäre Einordnung zu bewerten. Ergebnisse: Die Genomsequenzierung gewann Y. pestis-DNA aus fünf Individuen und offenbarte hochgradig ähnliche Genome. Alle Stämme gruppierten sich eng mit anderen Linien der Ersten Pandemie, wurden jedoch erstmals bemerkenswerterweise aus einer Region geborgen, die geografisch nahe am historischen Epizentrum der Pandemie liegt. Die nahezu identischen Genome über verschiedene Individuen hinweg deuten auf einen Ausbruch einer einzelnen zirkulierenden Linie zum Zeitpunkt dieses Ausbruchs hin. Schlussfolgerungen: Diese Studie liefert den ersten genomischen Beleg für Y. pestis im östlichen Mittelmeerraum während der Ersten Pandemie und verbindet archäologische Funde mit Pathogen-Genomik nahe dem Ursprungspunkt der Justinianischen Pest. Zusammenfassender Satz: Genomische Belege verbinden Y. pestis mit der Ersten Pandemie in einer antiken Stadt.

Proben & Daten auf TheYtree

12Proben auf der Website
11Y-Haplogruppe bestimmt

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
R-L754 2
R 2
R-M269 1
R-P297 1
R-L2 1
R-FGC46820 1
R1 1
R-FGC46209 1
R-S8183 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
N1_S1 R-P297 — · early 7th century
N2_S2 R-S8183 — · early 7th century
N3_S3 R — · early 7th century
N4_S4 R — · early 7th century
N6_S2 R1 — · early 7th century
N7_S3 R-L754 — · early 7th century
N8_S4 R-FGC46820 — · early 7th century
Sample_1 R-L2 — · early 7th century
Sample_2 R-L754 — · early 7th century
Sample_3 R-M269 — · early 7th century