Vier Sequenzierplattformen für alte DNA im Vergleich – Illumina bleibt nicht alternativlos.
Diese Studie verglich vier Sequenzierplattformen an identischen altertümlichen DNA-Proben aus Phanagoria. Alle lieferten brauchbare Daten, und die Ergebnisse der Populationsgenetik stimmten überein. Nur die MGI-Plattform zeigte längere DNA-Fragmente. Für Hobby-Genetiker heißt das: Daten verschiedener Plattformen lassen sich grundsätzlich kombinieren, ohne die Abstammungsanalyse zu verfälschen.
Die vier archäologischen Proben aus Phanagoria stammen aus der Antike und umfassen vier verschiedene Y-Linien: C-FT155548, J-BY69547, G-BY109806 und G-Z44222. Die mitochondrialen Linien sind B4b1a3a, U3b3, U2e2a1 und U1a1a1a. Diese Vielfalt an väterlichen und mütterlichen Linien deutet auf eine gemischte Bevölkerung mit westeurasischen und ostasiatischen Wurzeln hin.
Für Ahnenforscher ist wichtig: Die Wahl der Sequenzierplattform verändert die Abstammungsschätzung nicht. Wer Rohdaten aus verschiedenen Quellen kombiniert, muss bei MGI jedoch auf die abweichende Fragmentlänge achten, besonders bei schlecht erhaltenen Proben.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| C-FT155548 | 1 | |
| J-BY69547 | 1 | |
| G-BY109806 | 1 | |
| G-Z44222 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| Fan25 | G-Z44222 | U1a1a1a | Phanagoria polis· 550 BC-600 AD |
| Fan52 | G-BY109806 | U2e2a1 | Phanagoria polis· 550 BC-600 AD |
| FanKht01 | J-BY69547 | U3b3 | Phanagoria polis· 550 BC-600 AD |
| FanKht03 | C-FT155548 | B4b1a3a | Phanagoria polis· 550 BC-600 AD |