Zwei Genome aus Zaghunluq beleuchten Migration und Mischung in der Eisenzeit Xinjiangs.
Die Studie untersucht zwei Individuen aus dem eisenzeitlichen Zaghunluq-Friedhof im südlichen Xinjiang. Beide zeigen eine Mischung aus östlichen und westlichen Abstammungslinien, jedoch in unterschiedlichen Anteilen. Ein Individuum fällt genetisch heraus: Es ähnelt stark den Hirsebauern des Gelben Flusses oder des westlichen Liao-Flusses. Das deutet auf Einwanderung aus Nordchina hin. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass kultureller Austausch in der Region oft mit Bevölkerungsbewegungen einherging.
Insgesamt wurden zwei Individuen aus dem Zaghunluq-Friedhof sequenziert. Für eines liegt eine Y-Haplogruppe vor: R-M12298. Die mitochondrialen Linien sind D4j und H2b. Die Stichprobe ist sehr klein, daher sind die Ergebnisse vorläufig. Die Y-Linie R-M12298 ist in Zentralasien und Nordchina verbreitet, was zur Mischungsszene passt.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass Süd-Xinjiang in der Eisenzeit ein dynamischer Schmelztiegel war. Wer Vorfahren aus dieser Region hat, könnte sowohl westliche als auch nordost-asiatische Wurzeln in sich tragen.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| R-M12298 | 1 |
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| M75 | R-M12298 | D4j | 扎滚鲁克文化 |