21 alte Genome aus Shandong zeigen: Bevölkerungswechsel nach der Jungsteinzeit und Stabilität der Han-Chinesen.
Die Studie analysiert 21 historische Genome aus Shandong (Zeit der Streitenden Reiche bis Nördliche Dynastien). Anders als frühe neolithische Proben aus Shandong ähneln diese historischen Individuen am stärksten spätneolithischen Populationen des mittleren Gelben Flusses. Das deutet auf einen Bevölkerungsaustausch in Shandong zwischen Neolithikum und historischer Zeit hin. Zudem besteht eine enge genetische Verwandtschaft mit heutigen Han-Chinesen, was auf eine langfristige genetische Stabilität seit mindestens der Zeit der Streitenden Reiche hindeutet.
Die Studie umfasst 21 alte Genome aus Shandong. Für 18 Proben konnte die Y-Chromosom-Haplogruppe bestimmt werden. Die häufigste ist O-BZ3097 (2 Proben), gefolgt von O, Q-Y568, O-F3323, N-F963, O-F46, O-FT297759 und O-FTA96573 (je 1). Bei den mitochondrialen Haplogruppen treten R11b1, B5b1, M7c1b2b, Y2, G1c2 und B5b je einmal auf. Die Stichprobe ist klein, die Verteilung zeigt aber die erwartete Vielfalt ostasiatischer Linien.
Für Ahnenforscher bedeutet dies: Wer Vorfahren aus Shandong hat, trägt oft genetische Signaturen des mittleren Gelben Flusses. Die Kontinuität zu heutigen Han-Chinesen seit dem Warring States macht Shandong zu einem Schlüsselgebiet für die Abstammung nordchinesischer Populationen.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| O-BZ3097 | 2 | |
| O-F3323 | 1 | |
| N-F963 | 1 | |
| O-F46 | 1 | |
| O-FT297759 | 1 | |
| O-FTA96573 | 1 | |
| C-Y138296 | 1 | |
| N-CTS2959 | 1 | |
| N-TYT146683 | 1 | |
| O-MF83052 | 1 | |
| O-F325 | 1 | |
| O-A6392 | 1 |