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The genomic history of the Iberian Peninsula over the past 8000 years

Die Genomgeschichte der Iberischen Halbinsel in den letzten 8000 Jahren
PRJEB30874 Originalarbeit / DOI2019-03-15239 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

8000 Jahre Genetik auf der Iberischen Halbinsel: Steppen-DNA, Nordafrika und die Isolation der Basken.

Die Studie analysiert 271 alte Genome aus Iberien, davon 176 nach 2000 v. Chr. Sie zeigt, dass Jäger und Sammler im Nordwesten und Südosten genetisch unterschiedlich waren. Ab etwa 2500 v. Chr. gab es Kontakte nach Nordafrika. Um 2000 v. Chr. ersetzten Steppen-Einwanderer 40 Prozent der Abstammung und fast alle Y-Chromosomen. Später, ab der Römerzeit, floss DNA aus Nordafrika und der östlichen Mittelmeerregion ein.

Proben-Interpretation

Die 259 archäologischen Proben umfassen 20 muslimische, 14 iberische, 8 moriskische und kleinere Gruppen wie Cogotas I, Keltiberer und Glockenbecher. Bei den Y-Chromosomen dominieren R-P312 (9), R-M269 (7) und R-L151 (5), was typisch für Steppen-Abstammung ist. Die häufigsten mtDNA-Linien sind H1 (14), U5b1 (9) und H (8). Die Daten bestätigen die starke männliche Steppen-Einwanderung und die spätere nordafrikanische Vermischung.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass iberische Abstammung stark von Steppen-Männern und späteren nordafrikanischen sowie östlichen Mittelmeer-Einflüssen geprägt wurde. Basken sind ein eisenzeitliches Relikt ohne diese späteren Vermischungen. Y-DNA R-P312 und mtDNA H1/U5b1 sind Schlüsselmarker für die Region.

Zusammenfassung

Wir haben genomweite Daten von 271 alten Iberern zusammengestellt, von denen 176 aus dem weitgehend unerforschten Zeitraum nach 2000 v. u. Z. stammen, wodurch wir einen hochauflösenden Zeitquerschnitt der Iberischen Halbinsel bereitstellen. Wir dokumentieren eine ausgeprägte genetische Substruktur zwischen nordwestlichen und südöstlichen Jägern und Sammlern vor der Ausbreitung des Ackerbaus. Wir zeigen sporadische Kontakte zwischen Iberien und Nordafrika um ~2500 v. u. Z. auf und belegen, dass um ~2000 v. u. Z. 40 % der Abstammung Iberiens und nahezu 100 % seiner Y-Chromosomen durch Menschen mit Steppenabstammung ersetzt wurden. Wir zeigen, dass sich die Steppenabstammung in der Eisenzeit nicht nur in indogermanischsprachige Regionen, sondern auch in nicht-indogermanischsprachige Regionen ausgebreitet hatte, und wir legen dar, dass die heutigen Basken am besten als eine typische eisenzeitliche Population ohne die Vermischungsereignisse beschrieben werden können, die später den Rest Iberiens beeinflussten. Darüber hinaus dokumentieren wir, wie die Abstammung der Halbinsel mindestens ab der Römerzeit durch Genfluss aus Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum umgestaltet wurde.

Proben & Daten auf TheYtree

259Proben auf der Website
118Y-Haplogruppe bestimmt
79archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
R-P312 9
R-M269 7
R-L151 5
R-P310 4
I-S9403 3
I-L1228 3
R-Z195 2
R-L51 2
I-CTS251 2
I-S2660 2
E-CTS1273 2
J-Y21862 2

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
I4055 T-L206 U3a1 · 200–400 CE
I3579 E-L618 H1e1a6 · 400–600 CE
I3583 E-L618 HV0f · 400–600 CE
I3584 J-PF4610 H · 400–700 CE
I7427 E-V43 H1-e Muslim· 900–1000 CE
I12029 E-M215 U5a1a1d · 500–600 CE
I4054 J-PF5119 H4a1c2 · 200–400 CE
I3807 E-L19 U6a2 Muslim (Morisco)· 1500–1600 CE
I7500 E-CTS4236 M1b1a Muslim· 900–1100 CE
I12644 E-PF2546 U4a2 Muslim· 1100–1300 CE