Wie die ersten Bauern Europas und Anatoliens genetisch entstanden – eine neue Studie.
Die Studie zeigt: Die ersten neolithischen Bauern in Anatolien und Europa gingen aus einer mehrphasigen Vermischung einer südwestasiatischen Bevölkerung mit einer stark verengten westlichen Jäger-Sammler-Population nach dem letzten Kältemaximum hervor. Auf ihrem Weg nach Westen durchliefen sie eine Phase extremer genetischer Drift, die ihre genetische Eigenständigkeit stark prägte.
Die 9 analysierten Proben stammen von vier Fundorten: VLASA7 (5), ESS7 (2), ASP6 (1) und BAR25 (1). Die Y-Chromosomen-Haplogruppen sind vielfältig, darunter G-PF3345, G-BY133179, C-F16270, C-FT59486, I-BY32183, G-L140, G-Z39332 und R-Y127541. Die mitochondrialen Linien umfassen U5b2c1, HV-T16311C!, J1c6, K1a1, U5a2a und N1a1a1.
Für Ahnenforscher zeigt dies: Die ersten Bauern waren keine reine Bevölkerung, sondern ein Mosaik aus südwestasiatischen und westlichen Jäger-Sammler-Linien. Die extreme Drift auf dem Weg nach Westen prägt bis heute die genetische Landschaft Europas.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| G-PF3345 | 1 | |
| G-BY133179 | 1 | |
| C-F16270 | 1 | |
| C-FT59486 | 1 | |
| I-BY32183 | 1 | |
| G-L140 | 1 | |
| G-Z39332 | 1 | |
| R-Y127541 | 1 | |
| G-PF4202 | 1 |