47 Genome aus den Alpen zeigen Kontinuität vom Mesolithikum bis zur Bronzezeit.
Die Studie analysiert 47 prähistorische Individuen aus den Ostalpen, vom Mesolithikum (6380–6107 v. Chr.) bis zur Mittelbronzezeit (1601–1295 v. Chr.). Ein mesolithisches Genom zeigt eine Vermischung westlicher und östlicher Jäger-Sammler zwischen etwa 13700 und 8300 v. Chr. Ab dem Neolithikum ähneln die meisten Individuen dem Kupferzeit-Eismann, was genetische Kontinuität belegt. Einige wenige tragen ab etwa 2400 v. Chr. Steppen-bezogene Abstammung.
Die 3 Proben stammen aus der Kupferzeit (Copper Age horizon 2/3). Zwei Y-Haplogruppen sind aufgelöst: G-Z1816 und G-S10458 – beide gehören zur G-Linie. Die mtDNA umfasst T2c1d-T152C!, J1c1b1 und eine nicht bestimmbare Probe. Die Fundorte sind COR01, BER01 und MAR01. Die Stichprobe ist klein, passt aber zur These der Kontinuität.
Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass die Alpenregion seit dem Neolithikum genetisch stabil blieb. Die Y-Linie G und mtDNA-Typen wie J1c1b1 und T2c1d sind typisch für frühbäuerliche Populationen. Steppen-Abstammung kam erst später – wichtig für die Einordnung eigener alpiner Wurzeln.
Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben
| Probe | Y-DNA | mtDNA | Kultur / Periode |
|---|---|---|---|
| BER01 | G-S10458 | J1c1b1 | Copper Age horizon 2/3· 4004 cal BP |
| COR01 | G-Z1816 | T2c1d-T152C! | Copper Age horizon 2/3· 3946 cal BP |