Neue Genomdaten zeigen 6000 Jahre genetischer Geschichte im Kaukasus.
Die Studie analysiert 131 Individuen aus 38 archäologischen Stätten über 6000 Jahre. In der Mittelsteinzeit gab es eine starke genetische Trennung nördlich und südlich des Kaukasus: Im Norden dominierten östliche Jäger-Sammler, im Süden kaukasische Jäger-Sammler mit zunehmender anatolischer Bauernbeimischung. In der Kupferzeit entstand die westeurasische Steppenabstammung, begünstigt durch den Maikop-Komplex. In der Bronzezeit blieb die Genetik trotz Expansion stabil, ehe in der Spätbronzezeit neue Genflüsse einsetzten.
Die 142 Proben umfassen 69 aufgelöste Y-Haplogruppen. Häufig sind R-V1636 und R-M12149 (je 5), gefolgt von R-M269 und R-Z2103 (je 4). Bei mtDNA dominieren I1b (7), U4c1 und K1a (je 5). Die Y-Linien zeigen eine starke Präsenz der Haplogruppe R, typisch für Steppenpopulationen, während die mtDNA vielfältiger ist. Die Stichproben stammen aus verschiedenen Kulturen, darunter Steppe Eneolithic (5) und Eneolithic (2).
Für Ahnenforscher bestätigt die Studie, dass der Kaukasus eine Schlüsselregion für die Entstehung der Steppenabstammung war. Die genetische Stabilität während der Bronzezeit deutet auf eine starke Bevölkerungsstruktur hin, während spätere Genflüsse die heutige Vielfalt erklären.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| R-M12149 | 5 | |
| R-V1636 | 5 | |
| R-Z2103 | 4 | |
| R-M269 | 4 | |
| J-Y26651 | 3 | |
| J-Z1828 | 3 | |
| R-L51 | 2 | |
| H-Y19966 | 2 | |
| R-YP4141 | 2 | |
| J-Z593 | 2 | |
| Q-Y6794 | 2 | |
| R-L761 | 2 |