Ostmaghreb: Steinzeitjäger blieben trotz Ackerbau lange unter sich.
Die Studie zeigt: Im Osten des Maghreb (Algerien, Tunesien) lebten zwischen Spätsteinzeit und Jungsteinzeit neun Menschen, deren Erbgut größtenteils von einheimischen Jägern und Sammlern stammt. Zwar gab es später kleine Beiträge europäischer Bauern und aus der Levante, doch der Austausch mit Fremden war viel geringer als in anderen Mittelmeerregionen.
Von 9 Individuen wurden 7 Y-Chromosomen bestimmt: E-M78 (2), R-P310, E-PF2289, E-V65, R-L51, T-PF7443. Die mtDNA: U6d (2), U6b, U5b2b1, L3f1b-C16292T, U6a3-G185A, R0a2a-a. U6-Linien und E-M78 sind typisch für nordafrikanische Jäger; U5b und R-P310/R-L51 deuten auf europäische Kontakte.
Für Ahnenforscher: Der Osten des Maghreb war kein Schmelztiegel wie Europa. Wer dortige Wurzeln hat, trägt oft uralte lokale Jäger-Linien (E-M78, U6) – europäische und levantinische Einflüsse kamen erst spät und schwach.
| Haplogruppe | Proben | |
|---|---|---|
| E-M78 | 2 | |
| E-PF2289 | 1 | |
| E-V65 | 1 | |
| R-L51 | 1 | |
| T-PF7443 | 1 | |
| R-P310 | 1 |