7000 Jahre alte DNA aus Libyen enthüllt eine eigene nordafrikanische Linie.
Zwei Individuen aus der Takarkori-Felsenhöhle in Libyen (7000 Jahre alt) und sieben aus der Taforalt-Höhle in Marokko (15000 Jahre alt) wurden genetisch untersucht. Die Genome zeigen eine eigenständige nordafrikanische Abstammungslinie, die sich deutlich von damaligen Europäern und Nahen Osten unterscheidet. Diese Linie überlebte in der Grünen Sahara, als diese noch fruchtbar war.
Insgesamt 10 Proben: 6 aus der Taforalt-Höhle (TAF015), 2 aus Takarkori sowie weitere. Die Y-Chromosomen (6 bestimmt) gehören fast alle zur E-M78-Linie (4x), dazu E-M215 und E-L618. Die mtDNA (6 bestimmt) zeigt U6a7 (2x), U6a7b, M1b, N und N/A. Diese Haplogruppen sind typisch für Nordafrika und stützen die These einer alten, eigenständigen Linie.
Für Ahnenforscher zeigt sich: Nordafrika hatte schon vor 7000 Jahren eine eigene genetische Identität. Die E-M78- und U6-Linien sind tief in der Region verwurzelt und nicht einfach aus Europa oder dem Nahen Osten eingewandert.