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Long shared haplotypes identify the southern Urals as a primary source for the 10th-century Hungarians

Lange gemeinsame Haplotypen identifizieren den südlichen Ural als primäre Quelle für die Ungarn des 10. Jahrhunderts
PRJEB83577 Originalarbeit / DOI2025-11-18127 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Neue Genomdaten aus dem Südural verknüpfen die Magyaren des 10. Jahrhunderts mit der Karajakupowo-Kultur.

Die Herkunft der frühmittelalterlichen Magyaren, die Ende des 9. Jahrhunderts im Karpatenbecken erschienen, war bisher unklar. Bisherige archäogenetische Studien deuteten auf Migration aus der eurasischen Steppe hin, aber es fehlten Genomdaten möglicher Herkunftspopulationen. Nun wurden 131 Individuen aus dem Ural untersucht. Die Ergebnisse verbinden die Magyaren eng mit Menschen des frühmittelalterlichen Karajakupowo-Horizonts beidseits des südlichen Urals. Deren Vorfahren waren bereits in der späten Eisenzeit im weiteren Ural ansässig, und ihre Nachkommen lebten bis mindestens ins 14. Jahrhundert in der Wolga-Kama-Region.

Proben-Interpretation

Die Studie umfasst 131 Individuen aus 27 archäologischen Kulturen des Urals und angrenzender Gebiete. Die größten Gruppen sind LowKama_Chiyalik (18), MidVolga_Novinki (13) und das 10. Jahrhundert im Karpatenbecken (11). Bei den Y-Chromosomen dominieren die Haplogruppen N-Z1936 und N-VL92 (je 6), gefolgt von N-L1034 und N-L1442 (je 5). Die häufigsten mitochondrialen Haplogruppen sind Z1a1a, T1a1 und N1a1a1a1a (je 6).

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt sich: Die ungarische Landnahme ist keine reine Steppenmigration, sondern hat eine klar lokalisierbare Wurzel im Südural. Wer nach ungarischen Vorfahren sucht, sollte die Karajakupowo-Kultur und die Wolga-Kama-Region als Schlüsselregionen betrachten.

Zusammenfassung

Der Ursprung der frühmittelalterlichen Magyaren, die gegen Ende des 9. Jahrhunderts n. Chr. im Karpatenbecken erschienen, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Frühere archäogenetische Untersuchungen identifizierten die Neuankömmlinge als Migranten aus der eurasischen Steppe. Allerdings stand genomweite alte DNA aus mutmaßlichen Quellpopulationen nicht zur Verfügung, um alternative Theorien über ihre genaue Herkunft zu prüfen. Wir haben genomweite alte DNA-Daten für 131 Individuen von archäologischen Stätten in der Uralregion im nördlichen Eurasien erzeugt, die aufgrund historischer, linguistischer und archäologischer Belege als Kandidaten für die Herkunft gelten. Unsere Ergebnisse verbinden die Magyaren eng mit Menschen des frühmittelalterlichen archäologischen Horizonts von Karajakupowo sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des südlichen Urals. Die Vorfahren der Menschen des archäologischen Horizonts von Karajakupowo waren in der weiteren Uralregion spätestens in der späten Eisenzeit ansässig, und ihre Nachkommen blieben in der Wolga-Kama-Region bis mindestens zum 14. Jahrhundert bestehen.

Proben & Daten auf TheYtree

127Proben auf der Website
83Y-Haplogruppe bestimmt
45archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
N-Z1936 6
N-VL92 6
N-L1034 5
N-L1442 5
R-SK2040 4
N-Y24378 3
R-L1029 2
J-PH1795 2
Q-YP1691 2
N-Y23788 2
R-Y20993 2
N-Y24374 2

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
I10116 N-Y24360 H2b Tobol_Tatars· 1290-1397 calCE (635±25 BP)
I6306 R-L1029 C4b LowKama_?· 772-957 calCE (1160±15 BP)
I16639 C-Z30399 C4a2a1 MidVolga_Novinki· 675-750 CE
I16640 J-Z35869 U5b1e1 MidVolga_Novinki· 656-775 calCE (1320±20 BP)
I16641 N-VL92 H Belaya_PyanyBor· 200-1 BCE
I16642 N-Z1936 T2d1b1 Belaya_PyanyBor· 200-1 BCE
I16643 N-Z1936 H5a Belaya_PyanyBor· 200-1 BCE
I16645 N-VL92 K2a9 Belaya_PyanyBor· 200-1 BCE
I19071 R-L366 G2a2a 10th century Carpathian Basin· 800-1000 CE
I19072 R-L1029 W5 10th century Carpathian Basin· 800-1000 CE