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Tracing social mechanisms and interregional connections in Early Bronze Age Societies in Lower Austria

Soziale Mechanismen und interregionale Verbindungen in frühbronzezeitlichen Gesellschaften in Niederösterreich
PRJEB89777 Originalarbeit / DOI2025-12-31128 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

129 Genome aus Niederösterreich zeigen: patrilokal, flexibel exogam, weit vernetzt.

Die Studie untersucht 129 frühbronzezeitliche Individuen aus Niederösterreich, die den Kulturen Únětice und Unterwölbling zugeordnet werden. Genetisch zeigt sich eine überwiegend patrilokale Gesellschaft: Männer bleiben am Ort, Frauen wandern zu, aber nicht streng. Über Identitäts-by-Descent-Analysen fanden sich Fernverbindungen, die ein dichtes Netzwerk in Mitteleuropa belegen. Trotz ähnlicher Sozialstruktur unterscheiden sich die beiden Gruppen genetisch deutlich.

Proben-Interpretation

Von 127 archäologischen Fundorten liegen 129 Individuen vor. Die Y-Chromosom-Haplogruppen (52 aufgelöst) werden von R-L2 (9), R-L151 (4) und R-P312 (4) angeführt, was auf westliche Steppenlinien deutet. Bei der mtDNA dominieren K1a-T195C! und H1e (je 4), gefolgt von U5a1b, T2b, K2a5 und I4a1 (je 3). Die Stichprobe ist klein und ungleich verteilt, daher sind die Muster vorsichtig zu interpretieren.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt die Studie, dass frühbronzezeitliche Gemeinschaften in Niederösterreich mobil und vernetzt waren. Y-Linien wie R-L2 und R-P312 sowie mtDNA-Typen wie H1e und K1a sind Anhaltspunkte, aber keine Stammbaum-Beweise. Genetische Unterschiede zwischen Kulturen mahnen zur Vorsicht bei pauschalen Herkunftsdeutungen.

Zusammenfassung

In dieser Studie präsentieren wir die Ergebnisse archäogenetischer Untersuchungen an Individuen der Frühbronzezeit aus Niederösterreich, die spezifisch mit den kulturellen Gruppen Únětice und Unterwölbling verbunden sind. Durch die Analyse neu generierter genomweiter Daten von 129 Individuen untersuchen wir die soziale Struktur und die genetischen Beziehungen innerhalb und zwischen diesen Gemeinschaften. Unsere Ergebnisse offenbaren eine überwiegend patrilokale Gesellschaft mit nicht-strikten weiblichen exogamen Praktiken. Darüber hinaus detektiert die Identity-by-Descent-Analyse weitreichende genetische Verbindungen, was das komplexe Netzwerk von Interaktionen in Mitteleuropa während dieser Periode unterstreicht. Trotz gemeinsamer sozialer Dynamiken treten bemerkenswerte genetische Unterschiede zwischen den Gruppen Únětice und Unterwölbling hervor. Diese Erkenntnisse tragen zu unserem Verständnis der Bevölkerungsverflechtungen der Bronzezeit bei und fordern eine differenzierte Interpretation der sozialen Dynamiken in diesem historischen Kontext.

Proben & Daten auf TheYtree

127Proben auf der Website
52Y-Haplogruppe bestimmt
1archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
R-L2 9
R-P312 4
R-L151 4
R-Y3961 3
I-BY431 2
R-Z283 2
R-PF6162 2
R-YP5978 2
I-BY435 1
R-YP340 1
R-DF90 1
I-S10240 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
DSH006 R-M269 X2d
DSH008 R-Y36306 T2a1b1a1
DSH012 R-L23 U5b2b4
DSH014 R-Z283 X2b'd
DSH020 I-BY431 T1a1
DSH023 R-PF6652 T2a1b1a1
DSH025 R-P312 K1a-T195C!
DSH026 R-S1505 U5a2b1a
FZH001 R-P312 T2e
FZH002 G-AMM042 R1b