祖源树 Anmeldung Wissenschaftlich Antike DNA-Papiere

Multi-proxy bioarchaeological analysis of skeletal remains shows genetic discontinuity in a Medieval Sicilian community

Multi-Proxy-bioarchäologische Analyse von Skelettresten zeigt genetische Diskontinuität in einer mittelalterlichen sizilianischen Gemeinschaft
PRJNA1082095 Originalarbeit / DOI2024-07-2427 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Mittelalterliche Skelette aus Sizilien zeigen genetische Brüche – ein Blick auf 13 Proben.

Diese Studie untersuchte Skelettreste aus einer mittelalterlichen Gemeinschaft in Sizilien mit mehreren bioarchäologischen Methoden, darunter auch alte DNA. Die Ergebnisse deuten auf eine genetische Diskontinuität hin: Die Bevölkerung vor Ort unterschied sich genetisch von späteren Gruppen. Die Y-DNA und mtDNA der 13 Individuen zeigen vielfältige Herkünfte, was auf Mobilität und Bevölkerungswechsel in dieser Epoche hindeutet.

Proben-Interpretation

Insgesamt 13 Individuen wurden analysiert, von denen 11 eine aufgelöste Y-DNA-Haplogruppe aufweisen. Die häufigsten Y-Linien sind T-CTS8489 und E-Z21068 (je 2), gefolgt von R-Y6452, E-Y18336, E-V13, E-BY5786, R-S10547 und E-M35 (je 1). Bei der mtDNA dominieren L3e5 (3) und J1c2i (2), daneben T2b7a3, H17, R1a und N1b1a (je 1). Alle Proben stammen von der Fundstätte SRR28161878.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt diese Studie, dass mittelalterliche Populationen Siziliens genetisch heterogen waren und Brüche aufweisen können. Die Vielfalt der Haplogruppen unterstreicht die Bedeutung von Migration und kulturellem Wandel für die genetische Landschaft – ein wichtiger Kontext für eigene Familiengeschichten.

Zusammenfassung

ERGEBNISSE Unsere umfassende genomische Analyse deckt Genflüsse aus verschiedenen Regionen des Mittelmeerraums nach Iberien vor der islamischen Zeit auf und stützt die Existenz einer pan-mediterranen Homogenisierung während der Römerzeit. Nordafrikanische Abstammung ist in Genomen der Spätantike vorhanden, aber sporadisch, und festigte sich in der islamischen Zeit. Wir identifizierten eine der frühesten islamischen Bestattungen Spaniens, die ein hohes Maß an Inzucht zeigt. Darüber hinaus wiesen wir erstmals nach, dass nordafrikanische Abstammung in christlichen Friedhöfen bis ins 17. Jahrhundert fortbestand, zusammen mit Hinweisen auf Sklavenhandel aus dem Maghreb.


SCHLUSSFOLGERUNG Diese Studie beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen politischen Ereignissen und kulturellen Veränderungen, die die Bevölkerung des östlichen Iberiens beeinflussten. Sie unterstreicht die Existenz des Sklavenhandels und betont die nachhaltigen Auswirkungen historischer Ereignisse (wie der Vertreibung der Mauren im Jahr 1609) auf die genetische und kulturelle Landschaft der Region durch großflächige Bevölkerungsmigrationen und -verschiebungen.

Proben & Daten auf TheYtree

13Proben auf der Website
11Y-Haplogruppe bestimmt
1archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
E-Z21068 2
T-CTS8489 2
E-BY5786 1
R-S10547 1
E-M35 1
R-BY43722 1
R-Y6452 1
E-Y18336 1
E-V13 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
SRR28161851 E-M35 L3e5 · the 13th century
SRR28161854 R-S10547 N1b1a · the 13th century
SRR28161870 E-V13 — · the 13th century
SRR28161871 E-Y18336 H17 · the 13th century
SRR28161853 R-Y6452 T2b7a3 · the 13th century
SRR28161878 T-CTS8489 J1c2i · the 13th century
SRR28161850 R-BY43722 U6a1a1 · the 13th century
SRR28161873 E-Z21068 L3e5 · the 13th century
SRR28161859 E-BY5786 H1c · the 13th century
SGBN2 E-Z21068 L3e5