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A dynamic 6000-year genetic history of Eurasia's Eastern Steppe

Eine dynamische 6000-jährige genetische Geschichte der östlichen Steppe Eurasiens
PRJEB35748 Originalarbeit / DOI2020-11-05194 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

6000 Jahre Genetik der Oststeppe: Von Hirten zu Xiongnu und Mongolen.

Diese Studie analysiert 214 alte Genome aus der Mongolei über 6000 Jahre. Sie zeigt, wie sich Populationen durch Migration, Vermischung und kulturellen Wandel veränderten. Schon um 3000 v. Chr. breiteten sich Hirtenvölker aus. In der Spätbronzezeit gab es drei genetisch unterschiedliche Gruppen, die alle Milchwirtschaft betrieben. Die Xiongnu entstanden aus deren Vermischung, die Mongolen haben mehr ostasiatische Vorfahren.

Proben-Interpretation

Die 196 Proben umfassen 59 Mongolen, 43 späte Xiongnu, 14 Unklassifizierte, 13 frühe Xiongnu, 13 Uiguren, 11 Ulaanzuukh, 8 Türken, 8 Sagly/Uyuk, 5 Slab Grave, 4 Chemurchek, 3 Khitan, 3 DSKC, 2 Xiongnu, 2 Mönkhkhairkhan, 2 Afanasievo, 1 Uyuk Chandman, 1 Mongole und 1 Deer Stone. Die Y-Haplogruppen (107 aufgelöst) zeigen Q-Y145452 (4), R-Z2123 (3), C-SK1082 (3) und weitere. Bei mtDNA führen F1b1f und T1a1 (je 6), D4 und C4a1a (je 5).

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt sich: Die Oststeppe war ein dynamischer Schmelztiegel. Wer Vorfahren aus der Mongolei hat, sollte mit vielfältigen genetischen Signalen rechnen – von westeurasischen Linien wie R-Z2123 bis zu ostasiatischen wie Q-Y145452. Die Xiongnu und Mongolen sind keine einheitlichen Gruppen, sondern Ergebnis komplexer Vermischungen.

Zusammenfassung

Die östliche eurasische Steppe war die Heimat historischer Reiche nomadischer Viehzüchter, darunter die Xiongnu und die Mongolen. Über die Bevölkerungsgeschichte der Region ist jedoch wenig bekannt. Hier enthüllen wir ihre dynamische genetische Geschichte durch die Analyse neuer genomweiter Daten für 214 antike Individuen, die 6.000 Jahre umfassen. Wir identifizieren eine Ausbreitung von Viehzüchtern in die Mongolei um ca. 3000 v. Chr., und bis zur Spätbronzezeit waren die mongolischen Populationen biogeographisch in drei verschiedene Gruppen gegliedert, die alle Milchviehhaltung betrieben, unabhängig von ihrer Abstammung. Die Xiongnu entstanden aus der Vermischung dieser Populationen und jener aus umliegenden Regionen. Im Vergleich dazu weisen die Mongolen eine viel höhere ost-eurasische Abstammung auf und ähneln heutigen mongolischsprachigen Populationen. Unsere Ergebnisse erhellen das komplexe Zusammenspiel zwischen genetischen, soziopolitischen und kulturellen Veränderungen in der östlichen Steppe.

Proben & Daten auf TheYtree

196Proben auf der Website
107Y-Haplogruppe bestimmt
75archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
Q-Y145452 4
R-Z2123 3
C-SK1082 3
J-PH1795 2
C-Y10432 2
R-Z2124 2
R-Y23838 2
Q-L330 2
R-F3105 2
J-FGC8182 2
O-TY11863 2
Q-FT394800 2

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
ZAY001 O-F25363 M9a1b2 Mongol· Late Medieval
SHR001 O-TY11863 R11a1
ULN011 O-F254 A-a1 蒙古· 1169-1260 CE
UGO002 O-F8 U5a1a1 Mongol· 600 ybp
TUH001 C-FT240216 B5a2a1a Late Xiongnu· Xiongnu
UUS002 Q-YP6137 X2d1 鹿石文化· 中世纪晚期 1287-1395年前
ULI001 R-M417 U2e1 DSKC 鹿石-克列克苏混合体(鹿石-石堆墓混合体/鹿石-赫列克苏尔混合体)· Altai_MLBA 阿尔泰青铜时代中晚期 距今3125年
SHG003 C-ZQ363 G2a2a1 Mongol· 600ybp
KNN001 O-FGC65107 Z3c Mongol· Late Medieval
CHN016 Q-FTA37701 A8a Sagly/Uyuk· Early Iron Age