祖源树 Anmeldung Wissenschaftlich Antike DNA-Papiere

The origin and legacy of the Etruscans through a 2000-year archeogenomic time transect

Der Ursprung und das Vermächtnis der Etrusker durch einen 2000-jährigen archäogenomischen Zeitquerschnitt
PRJEB42866 Originalarbeit / DOI2021-09-2486 Proben (Studie)

KI-InterpretationKI-generiert

Eine 2000-Jahre-DNA-Zeitreise durch Etrurien: Herkunft, Wandel und Erbe der Etrusker.

Die Studie analysiert 82 Individuen aus Etrurien und Süditalien (800 v. Chr. bis 1000 n. Chr.). In der Eisenzeit zeigen die Etrusker Steppen-Abstammung, aber keine frische anatolische Beimischung – ihre nicht-indogermanische Sprache bleibt rätselhaft. Der lokale Genpool bleibt über das erste Jahrtausend v. Chr. stabil. In der römischen Kaiserzeit kommt es zu einem abrupten Wandel: etwa 50% östliche Mittelmeer-Abstammung. Im frühen Mittelalter erscheinen nordeuropäische Komponenten.

Proben-Interpretation

Insgesamt 86 Proben, davon 49 Y-Haplogruppen aufgelöst. Häufigste Y-Linien: R-L2 (5), R-M269 (4), R-L51 (3). Bei mtDNA dominieren H1 (4), HV0-a, J1c3, T2e (je 3). Kulturell: 21 etruskische, 12 undatierte etruskische, 10 süditalienische Venosa, 9 frühmittelalterliche, 6 kaiserzeitliche. Die Stichprobe deckt eine breite Zeitspanne ab.

Für Ahnenforscher

Für Ahnenforscher zeigt sich: Die Etrusker waren genetisch vielfältig, aber lokal verwurzelt. Spätere Bevölkerungsverschiebungen prägen die heutigen Italiener. Y-DNA R-L2 und mtDNA H1 sind häufige Linien – ein Hinweis auf tiefe regionale Kontinuität.

Zusammenfassung

Der Ursprung, die Entwicklung und das Vermächtnis der rätselhaften etruskischen Zivilisation aus der zentralen Region der italienischen Halbinsel, bekannt als Etrurien, werden seit Jahrhunderten debattiert. Hier berichten wir über einen genomischen Zeitquerschnitt von 82 Individuen, der fast zwei Jahrtausende (800 v. u. Z. bis 1000 u. Z.) in Etrurien und Süditalien umspannt. Während der Eisenzeit weisen wir eine Komponente indoeuropäisch-assoziierter Steppenabstammung nach sowie das Fehlen rezenter anatolienbezogener Beimischung unter den mutmaßlich nicht-indoeuropäisch sprechenden Etruskern. Obwohl sie diverse Individuen mit mitteleuropäischer, nordafrikanischer und nahöstlicher Abstammung umfassen, bleibt der lokale Genpool über das erste Jahrtausend v. u. Z. weitgehend erhalten. Dies ändert sich drastisch während der römischen Kaiserzeit, in der wir einen abrupten populationsweiten Wandel zu etwa 50 % Beimischung mit ostmediterraner Abstammung berichten. Schließlich identifizieren wir nordeuropäische Komponenten, die im frühen Mittelalter in Mittelitalien auftreten und somit die genetische Landschaft der heutigen italienischen Bevölkerung formten.

Proben & Daten auf TheYtree

86Proben auf der Website
49Y-Haplogruppe bestimmt
13archäologische Stätten

Probenkarte

Kartenkacheln von TheYtree · Punktgröße = Anzahl der Proben

Paternale (Y-DNA) Haplogruppen

HaplogruppeProben
R-L2 5
R-M269 4
R-L51 3
G-L30 2
G-Y238 2
R-U152 2
J-Y15058 2
G-PF3331 2
R-P312 1
G-Z1903 1
I-M253 1
J-L210 1

Maternale (mtDNA) Haplogruppen

Proben-Highlights Weitere Proben →

ProbeY-DNAmtDNAKultur / Periode
VEN001 J-L210 N3a S.Italy_Venosa· 650-800 CE
CAM001 R-Z37 H1at1 C.Italy_Etruscan· 780-540 BCE
CAM002 G-PF3331 H18 C.Italy_Etruscan.Ceu· 770-520 BCE
CAM003 G-P303 J2a1a1 C.Italy_Etruscan· 770-540 BCE
CSN003 R-M269 H1at1 C.Italy_Etruscan· 380-204 BCE
CSN004 J-Y15058 X2b-T226C C.Italy_Etruscan_undated
CSN006 R-L51 J1c2 C.Italy_Etruscan· 533-392 BCE
CSN009 R-P312 H45 C.Italy_Etruscan· 427-265 BCE
CSN010 R-M269 HV0-a C.Italy_Etruscan_related· 380-204 BCE
CSN012 R1 U4a1a1 -